Kraftwerkspläne Acharting

Die Österreichisch-Bayerische Kraftwerke AG (ÖBK) hat Mittwoch ihre Pläne eines neuen Salzach-Kraftwerkes bei Achartin (Flachgau) und Surheim vorgestellt. Die ÖBK ist eine Tochter des Verbunds und des deutschen Energieriesen E.ON.

„Die Salzburger Landesregierung und die Staatspolitik in Bayern stehen dem Vorhaben positiv gegenüber.“

ORF Salzburg, 25.1.2012

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Kaum zu glauben: Stromverbrauch der privaten Haushalte stagniert seit Jahren

Wie die Statistik Austria mitteilt, hat sich der Stromverbrauch der österreichischen Privathaushalte von 2003 bis 2010 um lediglich 3% erhöht. Das entspricht einer jährlichen Steigerung von weniger als 0.4% und widerspricht der gängigen und von der Energiewirtschaft immer wieder propagierten Meinung, dass der Stromverbrauch jährlich (stark) ansteige und deshalb der Neubau von Kraftwerken  unerlässlich sei.

Pressemitteilung Statistik Austria, 14.11.2011

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„Ausleitungskraftwerk“

Und wieder hat die Salzburg AG einen Flussabschnitt gefunden, den man zerstören kann.

Wie die Salzburger Nachrichten (17.1.2012) berichten, soll dafür der Mur im Salzburger Lungau ein Grossteil ihres Wassers entnommen und über ein 8 Kilometer langes Rohr (Durchmesser 5 Meter) von Tamsweg nach Ramingstein geführt werden.

Für das Flussbett sehen die Kraftwerksplaner eine Restwassermenge von 3,9 Kubikmeter/ Sekunde vor, was den Fluss auf diesem Abschnitt faktisch zum Verschwinden brächte.

Der Bürgermeister von Ramingstein sieht in seiner Gemeinde eine „100%-ige Ablehnung“ für dieses Kraftwerksprojekt. Eine Bürgerinitiative sei im entstehen.

Was ist ein Ausleitungskraftwerk?

Salzburger Nachrichten, 16.1.2012, Aufstand gegen großes Kraftwerk im Lungau

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„Seltener Fisch bei Stegenwald gefangen“

In der Salzach bei Stegenwald (Pongau) haben Fischer einen seltenen Fisch gefangen – ein mehr als sechs Kilogramm schweren Huchen. Just in diesem Abschnitt des Flusses soll ja jetzt ein Kraftwerk gebaut werden.

Artikel: ORF Salzburg, 20.12.2011

 

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„… ein bewegliches Kraftwerk, das bei Hochwasser angehoben wird.“

Bayerische und Salzburger Politiker unterstützen den Bau eines Kraftwerks am Grenzfluss Salzach bei Acharting (Flachgau). Bei einem Euregio-Treffen am Dienstag wurden dazu klare Worte gesprochen.

Atomkonzern E.On und Verbund projektieren weiter.

ORF Salzburg

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Fachleute beurteilen Staustufen-Projekt negativ

geplantes Murkraftwerk in Graz-Puntigam

Artikel derstandard, 29.11.2011

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Ein jeder kann ein Kraftwerk bauen

Nach einem Bericht der „Salzburger Nachrichten“ möchte die „Achen Kraftwerke AG“ aus Lend im Bereich Muntigl (Gemeinde Bergheim) ein Salzachkraftwerk errichten. Hinter dem Projekt soll auch Josef Reschen, ehemaliger SPÖ-Bürgermeister der Landeshauptstadt Salzburg stehen. Nach Arno Gasteiger, Vorstandssprecher der Salzburg AG überlegt sein Unternehmen, ob man sich an diesem Kraftwerk beteiligen möchte.

Für Siggerwiesen (Gemeinde Bergheim) hat vor einiger Zeit eine Kooperation des deutschen Atomkonzerns E.ON mit dem österreichischen Verbund Interesse für die Errichtung eines Kraftwerks angemeldet.

Salzburger Nachrichten, 1.4.2011, Salzach: Pläne für nächstes Kraftwerk

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Grosse Nervosität

Die Salzburger Nachrichten schreiben heute in ihrer Printausgabe – online leider (noch) nicht verfügbar, dass die Bauarbeiten zum Kraftwerk Lehen offenbar in eine entscheidende Phase treten:

Bauherr Salzburg AG möchte nächste Woche die Salzach in ein provisorisch errichtetes Flussbett umleiten.

Der Zeitpunkt (Mitte Jänner) scheint gut gewählt: Rein statistisch ist mit den tiefsten Temperaturen des Jahres und (damit verbunden) mit Niedrigwasser zu rechnen.

Zum Leidwesend des Bauherren hat sich jetzt aber eine milde Südwest-Strömung eingestellt und für das Wochenende werden bis in grosse Höhen Temperaturen von +10° und mehr prognostiziert;  während ich das schreibe, hat es in Bludenz, Vorarlberg 16.1° und in Badgastein 9.1° Celsius!

Die enorme Menge des zu erwartenden Schmelzwassers erhöht offenbar die Nervosität auf der Baustelle: Anrainer haben sich insbesondere darüber beklagt, dass am gestrigen Feiertag entgegen allen Ankündigungen gearbeitet wurde und es zu einer entsprechenden Lärmbelästigung gekommen ist.

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1.057.271 Terajoule (TJ) ist ein Minus von 4%

Obwohl die privaten Haushalte Österreichs 2009 verglichen mit 2008 um 0.3% mehr Energie verbraucht haben, ist der Energieverbrauch insgesamt um 4% eingebrochen und lag 2009 unter dem Niveau von 2003!

Weiters gibt es keine Zahlen für den Stromverbrauch 2009.

Der Standard

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Salzach schon jetzt ein Zustand

Mit Ausnahme eines kurzen Abschnitts im Oberpinzgau („guter Zustand“, grün, Stufe 2) und eines etwas längeren Abschnitts im Mittelpinzgau („mässiger Zustand“, gelb, Stufe 3) ist der Fluss durchwegs mit Stufe 4 („unbefriedigender Zustand“, orange) und vor allem mit Stufe 5 („schlechter Zustand“, rot) bewertet.

Von Schwarzach abwärts bis zu ihrer Mündung in den Inn hat die Salzach durchgehend Stufe 5 („schlecht“). Dies ist der mit Abstand längste mit „schlecht“ bewertete  Flussabschnitt in ganz Österreich und macht die Salzach zu dem am schlechtesten bewerteten Fluss des Landes!

Die Gründe für die katastophale Bewertung sind nicht in der Wasserqualität zu suchen. Regulierungen, Uferbegradigungen und Flusskraftwerke haben dem Fluss seine Natürlichkeit genommen.

Quelle: Umweltbundesamt, Karte „Zustand der Flüsse Österreich“ (PDF)

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Fotos von der Baustelle – September 2010

Linkes Salzachufer, Blick Richtung Norden

Schneise in den Auwald

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„Ausweitung der Kampfzone“

Nach einem Bericht der Salzburger Nachrichten vom 29.9.2010 gibt es offenbar Kraftwerkspläne der Grenzkraftwerke GmbH für den Bereich der Mündung der Saalach in die Salzach im Bereich Salzburg-Nord/ Freilassing.

Salzburg-Nord, Blickrichtung Nord; Saalach (von links) mündet in die Salzach

Der geplante Standort ist etwa 1000m flussabwärts des bestehenden Saalachkraftwerks Rott und 1500m flussabwärts des Salzachkraftwerks Lehen (im Bau). Beide Kraftwerke gehören der Salzburg AG.

Das Kraftwerk Rott liegt auf  ca. 417m Seehöhe, das in Bau befindliche Kraftwerk Lehen auf  ca. 416m. Der Mündungsbereich der Saalach in die Salzach liegt mit ca. 408 Metern nur 8 bzw. 9 Meter tiefer.

„Eine Hürde auf Salzburger Seite ist nicht vorhanden“

LH-Stv. Wilfried Haslauer (ÖVP) steht dem Projekt offenbar „aufgeschlossen“ gegenüber: Neben der Nutzung der „sauberen Wasserkraft“ gehe es auch darum, die Fliessgeschwindigkeit des Flusses zu bremsen, heisst es. Darüber hinaus gebe es auf Salzburger Seite an dieser Stelle kein Natura 2000-Gebiet.

Allerdings: Nördlich der Flussmündung („Saalachspitz“) beginnt das Natura-2000-Schutzgebiet Salzachauen/ Antheringer Au und selbstverständlich hätte ein Kraftwerk am geplanten Standort massive Auswirkungen auf dieses Schutzgebiet. Darüber hinaus würde der letzte Naherholungsbereich im Norden der Stadt entgültig zerstört.

Die letzten Reste von Saalach-bzw. Salzachau im Norden wären dann Vergangenheit.

Die Grenzkraftwerke GmbH mit Sitz Simbach am Inn (D) ist zu je 50% im Besitz des deutschen Atomkonzerns E.ON und des österreichischen Verbund-Konzerns. Der Verbund hat dieser Tage eine Subvention in der Höhe von € 510 Mio. von der Republik Österreich erhalten und möchte damit „Investitionen in der Höhe von € 2.5 Mrd. anschieben“. Vorrangig in Österreich und vorrangig in Wasserkraft. (Kurier: „Kapitalerhöhung durchgewunken“)

Siehe auch Kraftwerk Lehen: „Jetzt Anthering“

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Grenzkraftwerke GmbH

Lagebericht:

Die Grenzkraftwerke GmbH (GKW) betreibt seit 1.Juli 1999 Betriebsführung für die Kraftwerke der Österreichisch-Bayerischen Kraftwerke AG (ÖBK) und der Donaukraftwerk Jochenstein AG (DKJ) an der deutsch/österreichischen Grenze an Inn und Donau. Die Betriebsführung umfasst die Kraftwerke Oberaudorf-Ebbs, Braunau-Simbach, Schärding-Neuhaus, Passau-Ingling und Jochenstein.

Neben der Verwaltung in Simbach am Inn unterhalten wir zur Durchführung unserer Geschäftstätigkeit eine Zweigniederlassung in Braunau am Inn.

(C) Grenzkraftwerke, Alpine Wasserkraft

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Stromverbrauch: Noch keine Zahlen für 2009

An dieser Stelle wurde im Februar 2010 (und vielleicht voreilig) für  2009 ein Rückgang des Stromverbrauchs in Österreich von 3.5% gemeldet.

Größtes Minus seit 1925: Der Stromverbrauch ist um 3,5 Prozent bzw. 2.090 Gigawattstunden eingebrochen…

Wie sich jetzt aber herausstellt, sind bis dato immer noch keine offiziellen Zahlen für 2009 veröffentlicht. Weder auf Wikipedia, noch bei e-control und auch nicht bei Statistik Austria.

- 10% oder -7%; oder doch nur minus 3.5?

Verbund-und-VEÖ-Chef Wolfgang Anzengruber rechnete noch im Juli 2009 mit einem Jahresminus von 10% (www.switch.at) und änderte seinen Ausblick im September auf -7 bis -7.5% (derstandard.at).

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Salzach: Historischer Anstieg der Wassertemperatur

(C) Land Salzburg

In den Jahren 1902 bis 1912 wurden (u.a. durch Eberhard Fugger) im Bereich der Staatsbrücke (die genaue Stelle ist nicht überliefert) täglich Wasser- und Lufttemperatur gemessen. Die höchste Wassertemperatur dieser historischen Messreihe betrug 14.8°C.

Im Juli 2010 haben wir folgende Werte gemessen:

10.7.2010: 16.6°C
11.7.2010: 17.1°C
12.7.2010: 17.6°C
14.7.2010: 17.7-17.8°C

Die vom Land Salzburg (siehe Graph oben) durchgeführten Messungen geben 17.5°C als Jahresmaximum für 2010 an. Auch dieser Wert stammt von Mitte Juli. Somit kann als gesichert angenommen werden, dass sich die (maximale) Flusswassertemperatur der Salzach in den letzten 100 Jahren um etwa 3°K erhöht hat.

Mögliche Gründe dafür sind neben erhöhten Lufttemperaturen („Klimawandel“) wohl auch Kraftwerksstaubecken im Oberlauf.

Bald schon Badeseetemperatur

Nach Errichtung des Kraftwerks Lehen kann davon ausgegangen werden, dass die Flusswassertemperatur im Abschnitt nördlich der Staatsbrücke weiter ansteigt. Im Sommer könnte somit im Staubereich eine Badeseetemperatur von über 20°C erreicht werden; mit unabsehbaren Folgen für die Flussfauna.

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Da kann man schon einmal den Überblick verlieren…

Bei den vielen Kraftwerksprojekten der Salzburg AG kann es schon vorkommen, dass das eine oder andere Projekt von der Öffentlichkeit quasi übersehen wird.

Mit Baubeginn Frühjahr 2011 (!) soll es jedenfalls auch 900 Meter oberhalb der Brücke von Gries im Bereich von Bruck/ Glocknerstraße ein 40 Mio.-KWH-Kraftwerk geben. Baukosten: € 55.000.000

Während man in Lehen die angeblich marode Sohlstufe quasi ersetzen möchte, soll in Bruck ein angeblich gefährlicher Bahnübergang entschärft werden.

Spät aber doch regt sich hier Widerstand von Seiten der Grünen: Hier werde unter dem Vorwand erneuerbare Energie hemmungslos Landschaft zubetoniert, heisst es.

ORF Salzburg

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Salzburg AG: Energieverbrauch 2009 erstmals gesunken

Wie die Salzburg AG in einer Aussendung mitteilt, sei der Stromverbrauch im eigenen Netz 2009 um 0.6% auf 4.1 Mrd. KWH gesunken.

Presseaussendung, ots APA

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Baustelle

Quelle: Bing Maps

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Kraftwerk hat neuen Namen: „Kraftwerk Sohlstufe Lehen“

(vormals Stützkraftwerk Salzburg-Lehen)

Die Salzburg AG hat gestern (28.6.10, 16 Uhr) mit dem Bau begonnen.

Damit können rund 23.000 Haushalte in den wachsenden Stadtteilen Lehen, Liefering und Itzling mit sauberem Strom aus Wasserkraft versorgt werden.

Völlig neu ist, dass die Stadtteile Lehen, Itzling und Liefering exklusiv mit Strom aus dem zu errichtenden Kraftwerk beliefert werden sollen. Bisher war davon auszugehen, dass der zu erzeugende Strom in das allgemeine Stromnetz eingespeist wird.

Die Baukosten explodieren weiter: In den letzten Jahren wurden 65, 80, 81 und jetzt € 85 Millionen genannt.

www.salzburg-ag.at

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Biberbau zerstören und vertreiben

Obwohl der Biber „eine nach der europäischen Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie eine streng zu schützende Art von gemeinschaftlichem Interesse ist“, gibt das Magistrat der Stadt Salzburg jetzt grünes Licht für die Zerstörung des Biberbaus und die Vertreibung.

Der Salzburger Naturschutzbund hat eine Prüfung des Vorgangs angekündigt.

salzburg.orf.at

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