Tagarchiv: sohlstufe

„Was die Bedenken der Anrainer betrifft, wurde von der Salzburg AG zugesagt, auch ein Alternativ-Projekt zur Sanierung der Sohlstufe und der Eintiefung der Salzach zu erwägen: Vorstandsdirektor Arno Gasteiger will die Bundeswasserbauverwaltung auffordern, ein solches vorzulegen.“

Quelle: Salzburger Fenster

Unter weitere Erzeugungsprojekte finden sich auf der Seite der Salzburg AG Links zu Ausbau Kraftwerk Hintermuhr und Kraftwerkprojekt Werfen/ Pfarrwerfen. Neben dem fehlenden Genitiv bei Werfen/ Pfarrwerfen fällt vor allem ein offensichtlich stillgelegter Link zu Stützkraftwerk Solstufe Lehen auf und es stellt sich Frage, ob ausgrechnet eine Firma, die Sohlstufe nicht richtig schreiben kann, fähig ist, ein Kraftwerk zu errichten, welche eben eine solche Sohlstufe ersetzen kann.

Angeblich ist die Salzach-Sohlstufe ein Sanierungsfall. Ob das stimmt, kann von dieser Seite nicht beurteilt werden.

Die Stadt Salzburg jedenfalls hat sich dazu folgende Argumentationskette zurecht gelegt: Wenn die Sohlstufe kaputt ist, muss sie saniert werden. Und das kostet sehr viel Geld. Da sei es doch besser, die Salzburg AG errichtet ein (Stütz-)Kraftwerk und übernimmt quasi gratis die Flusssanierung.

Stellt sich nur die Frage, ob wirklich die Stadt für die Sanierung der Sohlstufe aufkommen müsste? Ist so etwas nicht Sache des Bundes? Warum präferiert ausgerechnet die Stadt ein Kraftwerk mitten im dicht besiedelten Norden? 

Sohlstufe Lehen: die Salzburg AG verlangt von der Bundeswasserbauverwaltung ein konkretes Projekt, wie viel die notwendige Sanierung der Salzach im Bereich der bestehenden Sohlstufe kostet und welche tatsächlichen Bau-Belastungen auf die Anrainer zukommen. Erst dann – so Vorstandssprecher Arno Gasteiger bei einer Bürgerversammlung – könne seriös entschieden werden, ob das Kraftwerk Sinn mache. Gasteiger versicherte, dass die AG den Bau nicht betreiben werde, falls es zu keinen Verbesserungen bei Grund- und Hochwasser für Anrainer komme. Überarbeitetwerden auch die beiden Siegerprojekte des Architektenwettbewerbs von Feichtinger/ Nyl und Wagner/Rieder. (Quelle: http://www.salzburg.gv.at/mo200703_07.pdf)

Offensichtlich ist nach Meinung der Salzburg AG genau das jetzt eingetreten. Offensichtlich glaubt man aus den Modellversuchen ableiten zu können, dass sich die Hochwassersituation ausgerechnet durch den Bau des Kraftwerks verbessert. Offensichtlich sieht sich die Salzburg AG jetzt in der von ihr angestrebeten Lieblingsrolle: „Wir sanieren den Fluss und als Draufgabe gibt´s ein Kraftwerk dazu!“